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Wohlfühl Idylle auf einer einsamen Insel

Hilfe, die Fähre legt ohne uns ab

Von Split aus sollte es weiter die Adriaküste entlang gehen. Wir waren wieder recht früh wach, da wir die Fähre zur Insel Mljet um 13 Uhr schaffen und ebenso noch einen Schnorchelstop in der Küstenstadt Brela einlegen wollten.

Der Strand Brelas war um 8:30 Uhr noch wie ausgestorben. Im, von Pinienbäumen gesäumten Strandabschnitt, legten wir unsere Sachen ab und probierten das gekaufte Schnorchelset aus. Mir war die Maske leider zu klein, wodurch Anna größtenteils das Vergnügen hatte. Aber selbst ohne extra Brille ließen sich Fische erkennen, die um unsere Beine schwimmen. Es war schlichtweg eine traumhafte frühmorgendliche Kulisse, aus der wir gar nicht mehr wegwollten. Als wir noch kurz durch den Ort spazierten, entschied ich mich kurzerhand doch noch eine Schwimmbrille zu kaufen. Schließlich wollte ich Anna beim Schnorcheln in nichts nachstehen. Blöd auch, wenn man so eine dicke Rübe hat…

Die Küstenstraße führte weiter über Makarska, bishin zur Grenze nach Bosnien und Herzegowina. Hier mussten wir durch den Neum Korridor, einen ca. 5 km breiten Küstenabschnitts Bosniens, der den südlichen Teil Kroatiens trennt. Trotz EU-Außengrenze erfolgte nur eine kurze Passkontrolle, danach ging es schnell weiter. Wir hatten es auch eilig: Unser Navi prognostizierte ein Ankunftszeit von 12:45 Uhr. Langsam wurden wir panisch.

Ich sah uns schon mit quietschenden Reifen und lautem Gehupe die letzten Meter über die Laderampe auf die Fähre springen, wie in einem guten James Bond Streifen eben. Doch die Panik erwies sich schließlich als unbegründet, als wir ankamen hatte der „Ladevorgang“ der Fähre noch nicht mal begonnen.

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Eine einsame Insel

Die Überfahrt dauert keine 45 min, schon waren wir auf der anderen Seite. Auf der kleinen Küstenstraße war es vom Fähranleger nur ein kurzes Stück bis zum kleinen Ort Sobra. Die Unterkunft fanden wir schnell, man erwartete uns. Nun hatten wir zwei Zimmer zur Auswahl, wir wählten natürlich jenes mit Meerblick und kleinerem Bad. Der Ausblick war einfach zu atemberaubend. Eine der besten Unterkünfte auf unserer Reise. Das lag mehr an dem Ambiente als am Zimmer selber, das war mit 40€ pro Nacht doch entsprechend günstig.

Es war erst kurz nach 14 Uhr, wir hatten noch einen langen Nachmittag vor uns. Nach einem kleinen Mittagessen sprangen wir in unseren kleinen roten Flitzer und folgten der Inselstraße zum östlichen Ende. An zwei kleinen Orten hielten wir, um die Strände zu checken. Ausgerüstet mit unseren beiden Schwimmbrillen ging es auch Schnorcheln. Neben Seeigeln sahen wir wieder zahlreiche Seegurken, Fischis und anderes Getier.

Die erste Erkenntnis nach einem halben Tag auf Mljet. Es gibt solch traumhafte Orte, an denen man einfach die Zeit stehen lassen will.

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Nationalpark Mljet

Frisch ausgeschlafen, die Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinend, wachten wir auf. Erstes Tagesziel war die Odysseus Cave. Leider nicht ganz einfach zu finden, da in keinem Reiseführer erwähnt. Entdeckt hatten wir die Cave auch nur zufällig bei Google Maps. Aber vielleicht war es auch unser Glück, immerhin parkten nur wenige Autos am Wegesrand bei der Ausschilderung zur Höhle.

Nach 20 min Fußmarsch Richtung Meer, durch Inselgestrüpp und zugewucherte Pfade, wurde es felsiger und das blaue Meer kam zum Vorschein. Plötzlich kam hinter einem Felsen ein kleiner „Unterschlupf“ zum Vorschein. Auf einem Schild stand: Cold Drinks. Leider war weit und breit niemand zu sehen. Einen kleine Erfrischung hätten wir beide doch gern zu uns genommen. Recht amüsant, dieser Wildnis-Shop!

Weiter ging es über die letzten Felsen hinunter zum Wasser. Unscheinbar wie solche Höhlen eben sind, ergab sich die Schönheit erst nach dem Sprung ins Wasser. Eine türkisblaue Wasserlandschaft strahlte uns an. Wir packten gleich die Schwimmbrillen aus und schwommen in die Höhle. Von dort war der Blick unter Wasser in die helle Richtung (zum Meer) grandios. Die Sonnenstrahlen ließen einen Korridor erstrahlen, kleine glitzernde Fische tummelten sich darin. Wir wollten gar nicht mehr weg von diesem Ort. Nach einigen Sprüngen vom 3 Meter Fels mussten wir aber. Immerhin zwei Stunden hatte uns die Cave gefangen gehalten.

Der Nationalpark Mljet wollte von uns auch noch erkundet werden. Schon auf dem Weg dahin fiel uns auf: Baum. Bäume. Die Insel besteht auch zu 90 % aus Wald und gehört zu einer der am stärksten bewaldeten Inseln des Mittelmeers. Schnell Karten gekauft und los. Weit ging es mit der Karre nicht, der Nationalpark ist größtenteils autofrei. Eine kleine Fähre brachte uns zum ersten Ziel: Eine Insel im größten See der Insel 😉 Auf dieser bauten Benediktiner ein Kloster. Bei einem kleinen Spaziergang konnte die Insel im Nu erkundet werden. Eine Stunde später ging es zurück ans „Festland“. Den restlichen Tag erkundeten wir den übrigen Nationalpark mit seinen ruhigen Ecken zum Baden und zwei kleinen Orten. Nur der Ort Pomena gefiel uns nicht. Hier standen viele Hotels dicht an dicht, und bei dieser alten sich Gäste doch tatsächlich an einem Pool, der direkt am Wasser gebaut wurde.

Abends kam es nochmal zu einem Highlight. In dem Ort Okuklje kehrten wir in das nette Restaurant Konoba Maestral ein. Eine nette Familie führt dieses kleine Lokal. Wir hatten uns noch nicht einmal gesetzt, da wurden wir auch schon gefragt, wo denn unser Boot liege. Anscheinend wollte man uns beim Anleinen helfen. Wir bedankten uns für die Hilfe und gaben gleich unseren Studentenstatus preis.

Zum Abschluss des Inselurlaubs wollten wir uns nochmal reichlich gönne. Zur Vorspeise gabs Oktopus Carpaccio und leckere Gnocchis. Dann hatte Anna Goldbrasse und ich schwarze Spaghetti mit Meerefrüchten. Dazu sollte es Wein geben. Mit dem Auto als Anhängsel nur etwas doof. Die Wirtin sah das anders. Sie erzählte uns, dass es auf der Insel keine Polizei gebe, und so auch keine Alkoholkontrollen o.ä. stattfinden können. Wenn etwas passiert, muss extra ein Bötchen vom Festland rüber geschippert kommen. Immerhin gibt es eine Feuerwehr auf der Insel. Nach dem Plausch bestellten wir dann also doch ein Gläschen…

Am nächsten Morgen fuhren wir noch schnell in aller Frühe mit dem Auto los, um den Sonnenaufgang an der Ostseite der Insel zu bestaunen. Danach ging es auch schon zum Fähranleger und mit der 9 Uhr Fähre zurück aufs Festland.

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